Sara
Sara
Ich
lag auf einer Düne, himmelblau über mir,
als unsere Kinder Babys waren, direkt neben dir.
In meinem Schatten gewachsen und da oft ignoriert,
hatte dich immer so nah, doch nie wirklich berührt.
Sara, verrate mir was los ist. Was ist hier passiert?
Dachte, ich kenne dich auswendig und habe dich doch nie kapiert.
Ich sehe sie immer noch spielen mit ihren Förmchen im Sand.
Wenn die Brandung zu nah kam, dann sind sie gerannt.
Sehe paar Muscheln fallen aus einer winzigen Hand.
Sehe sie im Boot, auf dem Wasser und wieder an Land.
Sara, unschuldiger Engel, du strahlst wie eine Sonne, wie ein Berg Diamanten.
Dachte, ich täte dich verstehen.
Weißt du noch eines nachts, an dem Feuer in dem Wald,
mit der Flasche weißen Rum – was haben wir gelallt?!
Dann die Bockspringerei in Savanna-La-Mar –
weißt du noch auf dem Markt und in der Portugalbar?
Sara, könnte dich niemals vergessen, du bist immer bei mir.
Ich bereue keine Sekunde, keinen Herzschlag mit dir.
Was ich gesagt habe, weiß ich nicht mehr. Dachte nur: “Die krieg ich nie!”
Doch irgend etwas in mir wußte es: Keine andere –nur die!!
Das war damals im Winter, da lag Mondlicht auf dem Schnee.
Wie ich dich sah, wurde mir warm und weich in den Knien.
Sara, in Gedanken bei dir, wo immer du bist.
Wirf mir einen Strohhalm, ich halte mich dran fest.
Die Düne ist jetzt verlassen, Strandgut liegt rum, und ein
Teil von einem Wrack mit etwas Tang, braun und grün.
Du hast immer geantwortet, deine Türe stand immer auf.
Hast mir eine Landkarte gegeben, wenn ich Hilfe von dir brauchte.
Sara, du hast mich verzaubert mit Bogen und Pfeil.
Schau mir in die Augen, geh nicht vorbei!
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